Giraffenpark

Der neue Giraffenpark zeigt einmal mehr, wie der Spagat zwischen der barocken Bausubstanz und den Anfordernissen moderner Tierhaltung gelingt. Das historische Haus wurde von allen Zubauten der Vergangenheit befreit und in seiner ursprünglichen Form restauriert. An die Rückseite wurde im Einklang mit dem Denkmalschutz ein lichtdurchfluteter Wintergarten angebaut. 440 Quadratmeter im Innenbereich – dreimal so viel wie früher – stehen den Giraffen nun zur Verfügung. Sind die beiden Giraffen-„Teenager“ Fleur und Sofie einmal ausgewachsen, können die Besucher sie auf Augenhöhe von einer Galerie aus beobachten. Auf der vergrößerten Außenanlage mit 1770 Quadratmetern sorgen ein Sandplatz, eine Wasserstelle und diverse Futterstellen für viel Abwechslung.

In das Glasdach des Wintergartens ist eine 237 Quadratmeter große Photovoltaikanlage integriert, die pro Jahr rund 18.000 kWh Strom erzeugt. Damit wird der gesamte Stromverbrauch der Anlage selbst produziert. Unter dem Wintergarten befindet sich ein 60 Kubikmeter großer Schotterspeicher. Etwa 120 Tonnen Schotter speichern hier die Hitze des Tages und wandeln sie in der Nacht in Wärme um. Für diese beiden umweltfreundlichen Technologien wurde der Giraffenpark im Jahr 2016 mit dem Umweltpreis der Stadt Wien ausgezeichnet. Der Tiergarten baut nicht nur Anlagen nach den modernsten Erkenntnissen, er informiert auch über die Tiere. Giraffen faszinieren die Menschen seit jeher und diese Faszination nutzt der Zoo, auf die Gefährdung in ihrer Heimat Afrika aufmerksam zu machen. Ein eigener Kinderpfad richtet sich an die „Artenschützer von morgen“.