Ostafrikahaus

Direkt neben dem Giraffenpark befindet sich das Ostafrikahaus, das zeitgleich am 10. Mai 2017 eröffnet wurde. Das ehemalige Sumpfvogelhaus, das sich neben dem historischen Giraffenhaus befand, wurde in Absprache mit dem Denkmalschutz abgerissen und formgleich neu aufgebaut. Es ist nun das neue Ostafrikahaus und zeigt kleinere Tierarten aus dem Lebensraum der Giraffen: Zwergmangusten und Decken-Tokos, die im Freiland gemeinsam auf Nahrungssuche gehen, sowie Südliche Hornraben, die die Außenanlage der Giraffen mitbewohnen.

Im Ostafrikahaus haben die Zwergmangusten künstliche Termitenhügel bekommen. Im Freiland ziehen sie sich zum Schlafen und zur Aufzucht ihrer Jungtiere gerne in verlassene Termitenbauten zurück. Dort ist es warm, trocken und vor allem sicher. Die Zwergmangusten gehören zu den kleinsten Mangustenarten weltweit. Die Gruppe wird von einem Weibchen angeführt, ihm folgt ihr Partner, das ranghöchste Männchen. Um zu verhindern, dass die Gruppe zu groß wird und es zu wenig Nahrung gibt, pflanzt sich nur das dominante Paar fort.

In Afrika setzen die Zwergmangusten auf eine ausgeklügelte Zusammenarbeit mit Tokos. Markenzeichen dieser Nashornvögel ist ihr großer, gebogener Schnabel. Auch im Ostafrikahaus müssen die beiden Tierarten nicht aufeinander verzichten. Die Mangusten wirbeln auf der Suche nach Nahrung Insekten wie Heuschrecken auf, die die Tokos schnappen und fressen. Im Gegenzug warnen die Tokos die Mangusten vor Feinden aus der Luft.

Noch eine zweite spannende Vogelart findet im Ostafrikahaus ein neues Zuhause: die Hornraben. Schon vor dem Umbau haben Hornraben gemeinsam mit den Giraffen das historische Giraffenhaus bewohnt. Und auch im neuen Giraffenpark benutzen diese Vögel die neue vergrößerte Außenanlage der Giraffen mit.