Tiergarten Schönbrunn

Artenschutzprojekt Waldrapp

Der Waldrapp ist eine der bedrohtesten Vogelarten. Nur noch rund 500 - 600 Tiere leben in Marokko und 4 (!) in Syrien.

Seit dem Jahr 2001 ist der Tiergarten Schönbrunn Mitglied der AgWaldrapp. Ziel dieser Vereinigung von deutschsprachigen Tiergärten ist eine Wiederansiedelung des Waldrapps im Rif-Gebirge in Marokko, Information und Umweltbildung für die lokale Bevölkerung und Ausbau des Ökotourismus. Die wissenschaftliche Begleitung des Projekts soll in Zukunft in Zusammenarbeit mit dem Waldrappteam erfolgen.

Das Waldrappteam ist eine Gruppe österreichischer Wissenschaftler, die die Grundlagen erarbeiten den Waldrapp, der einst auch in Europa heimisch war, auch hier wieder ansiedeln zu können. Sie versuchen die Biologie dieses sozialen Zugvogels zu verstehen und handaufgezogenen Zoonachkommen mit Hilfe von Leichtflugzeugen eine Zugroute in geeignete Wintergebiete zu zeigen.

Die Arbeit des Waldrappteams basiert auf den Arbeiten des Alpenzoos Innsbruck und der Konrad Lorenz Forschungsstelle Grünau. Seit 1997 wird an der Konrad Lorenz Forschungsstelle Grundlagenforschung mit zoogeborenen, handaufgezogenen Waldrappen betrieben. Die Grünauer Waldrappe bildeten die weltweit erste, mit Zoonachkommen gegründete Freiflug-Kolonie. Diesen Vögeln fehlt jedoch die Zugtradition. Sie sind von menschlicher Betreuung abhängig. Inzwischen gibt es noch eine zweite Kolonie im Tierpark Rosegg.

Dr. Johannes Fritz Leiter des Waldrappteam.at:

„Seit 2002 widmet sich das Waldrappteam der Erforschung und der Wiederansiedlung dieses eigenartigen und faszinierenden Vogels. Ohne die internationale, stabile Zoopopulation wäre unsere Arbeit nicht denkbar und das Überleben des Waldrapps kaum zu gewährleisten. Der Schönbrunner Tiergarten ist deshalb sowohl als Ressource für Jungvögel und als auch als finanzieller Förderer grundlegend am Erfolg unseres Artenschutzprojekts beteiligt. Durch unser gemeinsames Bemühen soll der Waldrapp wieder in Teile seines historischen Verbreitungsgebietes zurückkehren."

www.iagnbi.org

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