GROSSER PANDA (Ailuropoda melanoleuca)
     
14. März 2003: Ankunft der Pandas in Wien ... [Fotos]

      23. August 2007: ein junger Panda kommt zur Welt ... [alles über Fu Long]

   


 

 


Bilder von der Vertragsunterzeichnung am 20.9.2002
(Fotos: Gerhard Kunze)


Österreich zählt seit 2003 zu jenen wenigen Ländern, denen die Volksrepublik China Große Pandas anvertraut.
Am 14. März diesen Jahres sind zwei junge, in einem chinesischen Zoo geborene Große Pandas im Zuge eines internationalen Forschungs- und Zuchtprojektes in den Schönbrunner Tiergarten eingezogen.

Den Großen Panda kennt jeder als Symbol der Weltnaturschutzorganisation WWF - und damit als Sinnbild des Naturschutzes. Die Art ist so stark gefährdet, dass große Anstrengungen nötig sind, um die - indirekt vom Menschen verursachte - Ausrottung zu verhindern.

Auf diplomatischer Ebene gibt es das österreichische "Unternehmen Panda" schon lange. Die Bundesregierung hatte sich jahrelang bemüht, durch diplomatische Kontakte zur chinesischen Regierung den Tiergarten Schönbrunn in das internationale Pandaschutz- und Zuchtprojekt einzubinden. Schönbrunn bietet dafür beste Voraussetzungen:

Zum einen können mit Hilfe der Einnahmen aus den Eintrittsgeldern und mit Hilfe von Sponsoren aus der Wirtschaft der Schutz und die Erweiterung des Lebensraumes der Großen Pandas in China finanziell unterstützt werden.

Zum anderen kann der Tiergarten auch einen wichtigen Beitrag zur weiteren Erforschung der Fortpflanzungsbiologie dieser extrem einzelgängerisch lebenden Tiere leisten.

Der auf zehn Jahre geschlossene Vertrag beinhaltet außerdem die Aus- und Weiterbildung chinesischer Zoologen in Österreich.

 

Außerhalb Chinas sind lediglich sechs zoologische Gärten in die Zucht- und Forschungsprojekte eingebunden und unterstützen dabei die Aktivitäten der "China Wildlife Conservation Association (CWCA).

[alles über Fu Long: geboren in Wien, Ausugst 2007]

   
     

  DATEN & FAKTEN

   



Größe: 160-180 cm
Gewicht: 80-150 kg
Alter: bis 25 Jahre (im Freiland)
Geschlechtsreife: ca. 5 Jahre
Fortpflanzung: 1-2 Junge (90-130 g) werden mit weißem Fell geboren und nehmen nach ca. 1 Monat die typisch schwarz-weiße Panda- Zeichnung an
Vorkommen/Lebensraum: nur in SW-China, bewohnen feuchte, kühle Bambus-Nadelwälder
Eigenschaften: extreme Einzelgänger, gute Kletterer, vorwiegend vegetarische Lebensweise - aber Allesfressergebiss, kein Winterschlaf.

Das chinesische Wolong-Naturreservat und Zuchtzentrum ist das größte Panda-Schutzgebiet der Welt. Gerade noch 150 Große Pandas leben hier in freier Natur.

Im Jahr 2008 lebten 242 Große Pandas in menschlicher Pflege, 22 davon in Zoos außerhalb von China. In freier Wildbahn dürfte es weniger als 2500 erwachsene Tiere geben.

Pandas ernähren sich hauptsächlich von Bambus, obwohl ihr kurzer Darm im Grunde für die Verdauung von großen Mengen pflanzlicher Nahrung nicht geeignet scheint. So fressen die Bären täglich bis zu 30 kg Bambus, um nicht zu verhungern. Ihr Lebensrhythmus besteht aus jeweils acht Stunden fressen und vier Stunden Schlaf - Tag und Nacht.

   
 

 

   

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  Fragen und Antworten zu den Pandas (FAQ) ... [mehr]

   
     
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  14. April 2003: Erstausgabetag des Sonderbriefmarken-Blocks „Große Pandas“



Der Sonderbriefmarken-Block "Große Pandas" ist der erste österreichische Markenblock, der aus einer runden (Nennwert 1.00 EUR) und einer eckigen (Nennwert 0.75 EUR) Briefmarke besteht. Insgesamt 1,5 Millionen dieser Sondermarkenblöcke sind in allen Fillialen der Österreichischen Post AG erhältlich. Am Erstausgabetag kam auch ein Sonderstempel zum Einsatz, der - wie auch die Marken selbst - von Adolf Tuma entworfen wurde. Die Post hat überdies einen Sonderbeleg in einer Auflagehöhe von 100.000 Stück produzieren lassen, der als Eintrittskarte für den Tiergarten gilt. Wie der Sonderblock ist auch dieser Sonderbeleg in allen Filialen der Österreichischen Post erhältlich. Um Panda-Forschungsprojekte zu finanzieren, werden pro verkauftem Markenblock zehn Cent an den Tiergarten überwiesen.
Auskünfte: michael.homola@post.at

   
 

 

   

  Das Panda-Buch

 



Der Große Panda - seine Entdeckung, seine Stellung im Tierreich, seine Lebensweise, seine Gefährdung, sein Lebensraum und sein Image als Symbol des internationalen Naturschutzes.
63 Seiten, ISBN 3-902243-09-0
Herausgeber und für den Inhalt verantwortlich: Schönbrunner Tiergarten GesmbH

Preis: 5.00 EUR
Erhältlich im ONLINE SHOP

   
   

  Pandas als Kunstwerke – im Dienste des Naturschutzes

 



Rund um die Tiergärten Schönbrunn und Salzburg wurden 2003 für die Dauer eines Jahres Dutzende individuell bemalte Panda-Skulpturen aus Kunststoff aufgestellt. Weitere Aufstellungsorte waren die Bahnhöfe und die Flughäfen der beiden Städte.

Der Anlass: Mit diesem Event feierte der WWF-Österreich in Kooperation mit den beiden Zoos seinen vierzigsten Geburtstag.

Stützpfeiler der „Art‘n’Panda“ genannten Aktion waren Firmen und Einzelpersonen, die für die Kunststoffpandas Patenschaften übernahmen. Die Modelle können dann nach Wunsch entweder nach eigenen Vorstellungen bemalt werden oder von namhaften österreichischen Künstlern.


Am Ende der Aktion hatten hundertausende Menschen in ganz Österreich die Pandas bestaunt und in ihre Herzen geschlossen. Den Abschluss bildete eine Versteigerung der Skulpturen zugunsten internationaler Natur- und Artenschutzprojekte, an denen die beiden Tiergärten und der WWF beteiligt sind.

   
 

 

   
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