Großer Panda Naturschutz-Management-Seminar 2012

6. Juli 2012

Seit beinahe zehn Jahren unterstützt der Tiergarten Schönbrunn mittlerweile das Artenschutzprojekt Großer Panda. Aktiv Artenschutz zu betreiben, beinhaltet jedoch weit mehr, als ausschließlich das zur Verfügung-Stellen finanzieller Mittel. Im Rahmen jährlich stattfindender Seminare zu den Themen Naturschutz, Wiederansiedlungsprojekte, Tierhaltung und Tierbeschäftigung, veterinärmedizinische Vorsorge und Handelsbeschränkungen für Tiere und Produkte bedrohter Tierarten leistet zum Beispiel auch Wissenstransfer einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz. Diese vom Tiergarten Schönbrunn und der China Wildlife Conservation Association organisierten Kurse finden abwechselnd in China und Österreich statt.

Für den Juni dieses Jahres wurde als Veranstaltungsort der Süden der Provinz Yunnan, einer der kulturell, geographisch und bezüglich Artenreichtum vielfältigsten Regionen Chinas, gewählt. Chef-Tierarzt Mag. Thomas Voracek, Panda-Kuratorin Dr. Eveline Dungl und der langjährige WWF-Mitarbeiter und Leiter des Braunbären-Wiederansiedlungsprojekts Norbert Gerstl durften als diesjährige Vortragende etwas mehr als eine Woche in Xishuangbanna verbringen. Insgesamt 30 Mitarbeiter aus den Panda-Naturreservaten, Zoos und Safariparks nahmen an den Vorträgen teil und fanden immer wieder Gelegenheiten für gegenseitigen Wissensaustausch und Diskussion.

Im Anschluss ans Seminar hatten Thomas Voracek und Eveline Dungl auch noch die Gelegenheit Fu Long, den ersten Panda-Nachwuchs des Tiergarten Schönbrunn, zu besuchen und sich von seinem Wohlergehen zu überzeugen. Fu Long ist mittlerweile zu einem stattlichen 125 kg schweren Bären herangewachsen und gleicht in seinem Körperbau schon ganz seinem Vater Long Hui. In den Gesichtszügen sind jedoch nach wie vor auch noch Ähnlichkeiten mit Panda-Mama Yang Yang zu finden. Eveline Dungl durfte ihn mit einem ganzen Kübel voll Bambus-Sprossen verwöhnen, die tägliche Ration an Bambusbrot und Äpfeln wurde für ihn jedoch gekürzt, damit er sein Idealgewicht nicht übersteig.