WIEDERANSIEDELUNG DER ARABISCHEN ORYX-ANTILOPE IN JORDANIEN
| Khaldoun Kiwan (Royal
Society for the Conservation of Nature, Jordanien) Harald M. Schwammer (Tiergarten Schönbrunn GmbH, Wien) |
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Die Ausgangssituation |
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1958 entstand in Azraq das 22 km² große
"Shaumari-Reservat". Es wurde 1967 von der "Royal Society
for the Conservation of Nature" (RSCN) übernommen. Im Shaumari-Reservat war es möglich, an Oryx-Antilopen erstmals nachhaltige Freilandforschung zu betreiben. Zunächst wurde das Schutzgebiet auf sein ökologisches Potential, die Vegetation und ihre Produktivität hin untersucht. In den 80er- Jahren befaßten sich die ersten spezifischen Forschungsarbeiten mit Gruppenbildung, Lokomotion, Sozialverhalten, mit Nahrungspräferenzen und ihrer Auswirkung auf die Vegetation. Nach kontinuierlichen Zuchterfolgen ist die aus internationalen Zoos zusammengestellte Weltherde mittlerweile auf etwa 200 Tiere gewachsen - eine Wiederansiedelung somit nicht nur möglich, sondern sogar dringend erforderlich. |
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Das Projekt |
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Ein essentieller Teil des Projekts ist die Öffentlichkeitsarbeit. Die Akzeptanz durch die Beduinen ist unumgänglich. Um sie zu motivieren, müssen sie in Zukunft in den geschützten Gebieten als Oryx-Rancher miteinbezogen werden. Als Gebiete für die Ausbürgerung kommen im Nordosten Jordaniens das Burqu-Wadi, in der Mitte des Landes das Wadi Rajil-Jibal, im Osten ein Areal namens Bayir-Ard und im Süden das Wadi Rum-Hisma-Batn Al Ghul in Frage. |
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| Partnerschaften | |||
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Vom Institut für Zoologie der Universität Wien werden seit mehr als zehn Jahren Studienexkursionen in den Jordanischen Raum geführt. So entwickelte sich im Lauf der Zeit eine enge Zusammenarbeit mit örtlichen Wissenschaftern und Behörden. Aufbauend auf diesen Kontakten gründete man eine Gemeinschaft Jordanischer und Österreichischer Wissenschafter - die JADARA (Jordanian Austrian Desert Applied Research Association). Das Wiedereinbürgerungsprojekt wird vom Tiergarten
Schönbrunn nicht nur ideell durch die Organisation von Schulungskurse
für Telemetrie und Tierhaltungsmanagement, sondern auch finanziell
unterstützt. Weitere Partner der RSCN sind der WWF-Österreich
und der Zoo Zürich. Am 22. September 1999 fand in Schönbrunn eine Pressekonferenz zum Oryx-Projekt statt, bei der Vertreter der jordanischen Naturschutzbehörde für Auskünfte zur Verfügung standen. |
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