Am Sonntag ist offizieller Weltzugvogeltag. Weltweit gibt es rund 1.500 Zugvogelarten, über 170 stehen bereits auf der Roten Liste. Besonders gefährdet ist der Waldrapp - ein Vogel mit schwarzem, metallisch schimmernden Gefieder, der auch im Tiergarten Schönbrunn lebt. Über diesen seltenen Vogel, seine Gefährdung und aktuelle Projekte zu seinem Schutz informiert das Waldrappteam (www.waldrappteam.at) am kommenden Wochenende im Tiergarten Schönbrunn direkt bei der Waldrappanlage. Jede Minute sollten auch die ersten Waldrappe in Schönbrunn schlüpfen: Die Vogelkinder sehen wie kleine, graue Federbällchen aus, sind aber eher von „herber Schönheit".
Weltweit gibt es nur mehr rund 400 freilebende Waldrappe. Bloß fünf Tiere besitzen noch eine Zugtradition und wissen, welche Strecke sie in die Überwinterungsgebiete fliegen müssen. Waldrappe erlernen die Flugstrecke von ihren Eltern. Nachzuchten aus Zoos einfach freizulassen, ist deshalb unmöglich. Für eine erfolgreiche Wiederansiedelung müssen Menschen in die Elternrolle schlüpfen. Seit 2002 stellt das Waldrappteam im Rahmen eines wissenschaftlichen Projektes Waldrapp-Pflegeeltern. Sie lehren den Jungvögeln alle Verhaltensweisen, die sie zum Überleben in freier Wildbahn brauchen: Mit Hilfe von Ultraleichtflugzeugen zeigen sie ihnen schlussendlich sogar eine Zugroute in geeignete Überwinterungsgebiete.

