Familie: Seenadeln
Verbreitung: IUCN-Karte
Seepferdchen sind trotz ihres untypischen Aussehens Fische. Ihr Kopf erinnert an den eines Pferdes, ihr Hinterleib, der in einem Greifschwanz endet, lässt eher an einen Wurm denken. Der wissenschaftliche Name Hippocampus lautet deshalb "Pferderaupe". Langschnäuzige Seepferdchen gehören aufgrund der Länge ihres Mauls zu den auffälligsten Unterarten. Sie werden ca. 16 Zentimeter groß. Bei Seepferdchen werden die Männer "schwanger": Bei der Paarung gelangen bis zu 250 vom Weibchen produzierte Eier in den Brutbeutel des Männchens. Nach circa 2 Wochen schlüpfen junge Seepferdchen aus den Eiern und werden durch starke Kontraktion des Männchens aus dem Brutbeutel gepresst. Die frisch geschlüpften Seepferdchen messen nur wenige Millimeter. Seepferdchen sind Jäger, die kleine Krebstiere erbeuten. Durch ihre besondere Körperform sind sie aber sehr langsame Schwimmer, die vor ihren eigenen Feinden nicht flüchten können. Wie alle Seepferdchen ist daher auch das Langschnäuzige Seepferdchen gut getarnt, damit es von größeren und schnelleren Raubfischen nicht gesehen werden kann. Seepferdchen sind durch die Zerstörung ihrer Lebensräume und das aktive Absammeln durch den Menschen vom Aussterben bedroht. In Asien gelten sie als wichtiger Bestandteil in der traditionellen Medizin, und auf der ganzen Welt werden sie getrocknet als Touristensouvenir, Glücksbringer und Modeschmuck gehandelt.
Privatpatenschaften
- Corinna Bucher