Familie: Agamen
Bartgamen können ähnlich wie Chamäleons ihre Körperfarbe wechseln - jedoch nicht, wie oft vermutet wird, aufgrund von Stimmungsschwankungen, sondern bedingt durch die Umgebungstemperatur: Morgens etwa überwiegt meist dunkelbraun bis schwarz- durch die dunkle Färbung wärmen sich die Tiere schneller auf. Sobald die Agame von der Sonne erwärmt ist, wechselt die Körperfarbe zu Gelb- und Brauntönen. Für Agamen typisch ist das auffällige Kopfnicken. Mit diesem Signal versuchen die Männchen den Weibchen zu imponieren und Artgenossen bei Streitigkeiten um Reviere oder Sonnenplätze, zu beeindrucken. Bei Gefahr blähen sie ihren Körper auf und öffnen drohend das Maul. Der innere Mundrand ist "gefährlich" grün-gelb gefärbt. Beim Öffnen des Mauls richten sich auch einige Äste des Zungenbeines auf und damit auch der Kehllappen der Echse. So entsteht für den Betrachter der Eindruck, als hätte die Bartagame einen stacheligen, schwarzen Bart. Agamen sind Einzelgänger, die sich von Insekten und einem relativ geringen Anteil an pflanzlicher Kost ernähren. In menschlicher Pflege beeindrucken Bartagamen durch ihre Neugier und Aufgewecktheit. Im Schönbrunner Tiergarten werden australische Bartagamen seit 1997 regelmäßig nachgezüchtet.
Privatpatenschaften
- Sylvia Müller,
- In ewigem Gedenken an Stefan Illek