Tiergarten Schönbrunn

Schauer-Klapperschlange (Crotalus durissus)

Familie: Vipern
Verbreitung: Mexico bis Argentinien

Klapperschlangen kommen ausschließlich auf dem amerikanischen Kontinent vor. Sie besitzen eine charakteristische Schwanzrassel. Diese besteht aus abgestoßenen Schuppen der Schwanzspitze, die bei der Häutung nicht abgeworfen werden. Die Rassel wird somit bei jeder Häutung verlängert und erzeugt bei Gefahr Warngeräusche. Klapperschlangen besitzen gute Augen und ein Jacobson'sches Organ, mit dem Gerüche wahrgenommen werden. Beidseitig am Kopf befindet sich das Grubenorgan, mit dessen Hilfe Wärmestrahlung wahrgenommen wird.    

Klapperschlangen besitzen relativ lange Giftzähne. Sie sitzen am vorderen Ende des Oberkiefers und werden im Ruhezustand nach hinten eingeklappt. Abgebrochene Zähne können ersetzt werden. Das Gift von Klapperschlangen ist eine Mischung aus blutzerstörenden Giften und lähmenden Nervengiften. Das Gift wird nicht unbedingt zum Töten eingesetzt, sondern dient vor allem zur Lähmung der Opfer und als Verdauungshilfe. Die Wirkung hängt von der Giftmenge und der Klapperschlangenart ab.

Die Schauer-Klapperschlange ist mit 1,5 m Länge eine der größten Klapperschlangen. Sie ist die einzige Art, die in Südamerika verbreitet ist. In mehreren Unterarten kommt sie in trockenen Waldgebieten und Steppengebieten von Mexico bis Argentinien vor und hat damit das größte Verbreitungsgebiet aller Klapperschlangenarten. Die Färbung und Beschuppung ist innerhalb der Unterarten und regionalen Verbreitungsgebiete sehr variabel.