Tiergarten Schönbrunn

Montafoner Braunvieh (Bos primigenius taurus)

Familie: Hornträger

Das Braunvieh hat seinen Ursprung in der Schweiz und wird deshalb überall in der Welt als Schweizer Braunvieh bezeichnet. Seine Geschichte ist vergleichsweise sehr gut bekannt. In der Zeit zwischen 2000 und 800 vor Christus wurden seine Vorgänger aus dem Osten in den zentraleuropäischen Gebirgsraum und in den Bereich der Alpenrandseen gebracht. In der Schweiz begann schon vor 600 Jahren eine gezielte züchterische Arbeit, so dass das Braunvieh auch in den benachbarten österreichischen, deutschen und italienischen Gebieten zunehmende Verbreitung fand. Das Schweizer Braunvieh stellt unter den Höhenviehrassen schon immer die am meisten auf Milch gezüchtete Rinderrasse dar, wenngleich diese Tiere gleichzeitig auch Fleisch lieferten mussten und zu Arbeitsleistungen herangezogen werden. Dabei unterschieden sich die Braunviehschläge der einzelnen Regionen in gewissem Umfang voneinander. Ein besonders für Vorarlberg charakteristischer Braunviehschlag entwickelte sich daraus, das Montafoner Rind, das seit dem letzten Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts im gesamten Vorarlberg nach einem einheitlichen Zuchtziel gezüchtet wurde. Vorher gab es auch hier in den verschiedenen Regionen unterschiedliche Typen, wie beispielsweise das Bregenzer Wäldervieh. Von Vorarlberg aus fand das Montafoner Rind auch in weiten Teilen Österreichs Verbreitung. Bis in die ersten Jahrzehnte unseres Jahrhunderts war es im gesamten Vorarlberg die Rinderrasse. In letzter Zeit galt das Montafoner Rind schon als unrettbar verloren. Jetzt wurden noch ca. 30 bis 40 Tiere wiederentdeckt. Auch davon leben einige Kühe im Tiroler Bauernhof des Sachönbrunner Tiergartens.

Privatpatenschaften

  • Marcel Wahl,
  • Edeltraud Luchinetti