Forschungsprojekt Elefanten

Afrikanische Elefanten leben in einem komplexen Fission-Fusion-Sozialsystem mit verschiedenen sozialen Einheiten. Die erste und stabilste Einheit ist die Mutter-Kalb-Einheit, die während all der Wanderungen und sozialen „Meet and Greets“ aufgrund der langen nutriellen und sozialen Abhängigkeit des Kalbes nicht getrennt werden darf. Berührungen und Geruch sind wichtige Kommunikationskanäle bei Elefanten. Laute werden in erster Linie dazu verwendet, um in Kontakt zu bleiben und die Bindung zu stärken.

Zielsetzung

Elefanten haben verschiedene Lauttypen. Am bekanntesten ist das Trompeten. Der häufigste Lauttyp ist aber das sogenannte Rumblen. Dieses Brummen erinnert an den Motor eines Lastwagens. Der tiefste Frequenzanteil liegt im Infraschallbereich und ist für uns Menschen nicht hörbar. Das aktuelle Forschungsprojekt soll beleuchten, welche Laute angeboren und welche erlernt sind, und, ob Kibali ihre Laute an jene ihrer Mutter angleicht.

Relevanz

Die Masterarbeit „Frühe Mutter-Kind-Kommunikation bei Afrikanischen Elefanten im Zoo“ ist Teil eines mehrjährigen Forschungsprojektes der Universität Wien, das vom Wissenschaftsfonds (FWF) finanziert wird. Geforscht wird in erster Linie in Südafrika. Doch in freier Wildbahn können sich die Forscher Elefantenmüttern und ihren Jungtieren oft nicht ausreichend nähern, im Tiergarten hingegen besteht diese Möglichkeit.

Methode

Von Mutter Numbi und Kalb Kibali werden für einen Zeitraum von drei Monaten nach der Geburt Tonaufnahmen und Beobachtungen gemacht. Untersucht werden die akustischen und temporalen Eigenschaften der Lautkommunikation des Muttertieres und ihrem Jungen. Ein Ethogramm wird erstellt und die zu beobachtenden Verhaltensweisen werden in Kategorien eingeteilt und mit den Lauten korrelliert.

Erste Ergebnisse

Erste Ergebnisse haben gezeigt, dass die Kommunikation stetig zunimmt. Wenn sie bei ihrer Mutter trinken will, gibt Kibali eine Art Quieken von sich.