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Faszinierende Unterwasserwelt: Ein neues Aquarienhaus

Das Aquarienhaus im Tiergarten hat seine Lebenszeit erreicht. Durch die schlechte Bausubstanz ist es für Aquarien nicht länger geeignet. Doch Aquarienhäuser haben eine wichtige Funktion. Sie schaffen Bewusstsein. Ein neues Haus soll künftig noch mehr Aufmerksamkeit auf die hoch bedrohten Wasser-Lebensräume lenken. Ihre Spende ist ein wichtiger Baustein.

Wasserlebensräume in Gefahr. Vom riesigen Ozean bis zum kleinen Feuchtgebiet: Viele Wasser-Lebensräume sind gefährdet: Meere werden vom industriellen Fischfang geplündert, mit Plastikabfällen zugemüllt und sind durch den Klimawandel bedroht. Süßgewässer werden trockengelegt, verschmutzt, in Rinnen gezwängt oder mit gebietsfremden Fischen besetzt, die die heimische Fauna verdrängen. Der Tiergarten Schönbrunn macht bereits jetzt in seinem Aquarienhaus auf die Gefährdung dieser wertvollen Lebensräume aufmerksam. Mit einem neuen, deutlich größeren Haus kann er dieser Aufgabe noch besser gerecht werden.

Einsatz für einige der bedrohtesten Fischarten der Welt. Schönbrunn übernimmt einmal mehr Verantwortung im Kampf gegen das Artensterben und widmet sich seit Jahren der Erhaltungszucht von Süßwasserfischen, die in der Natur stark bedroht oder bereits ausgestorben sind. Diese wichtige Erhaltungszucht erfolgt im Keller des Aquarienhauses. Nur ein paar wenige der Fischarten können derzeit in Schauaquarien gezeigt werden. Um diese Bemühungen einem breiten Publikum vorzustellen,
bedarf es mehr Platz. Dabei geht es um Fischarten wie den Charco-Azul-Wüsten-kärpfling, der in Süßwasserquellen in Mexiko heimisch war. Als diese für die Bewässerung der Felder leergepumpt wurden, ist er im Freiland ausgestorben. In Schönbrunn wird der Kärpfling erfolgreich gezüchtet.

Auch auf dem Gebiet der Quallen-Haltung hat sich Schönbrunn einen Namen gemacht: Der Tiergarten züchtet über 60 Arten. Weltweit gibt es nur ein Institut, das mehr Arten hält. Quallen „made in Schönbrunn“ und auch das Wiener Know-how sind in anderen Aquarienhäusern sehr gefragt. Die schwebenden Schönheiten werden im neuen Aquarienhaus zu den besonders faszinierenden Attraktionen zählen.

Ein Aquarienhaus ist nicht nur eine Attraktion für die Besucher und bedeutsam für den Artenschutz, es ist gleichzeitig auch eine Forschungsstätte. Auf dem Gebiet der Aquaristik erzielte der Tiergarten in den vergangenen Jahren besondere Erfolge. So ist es ihm beispielsweise 2016 als zweiten Zoo der Welt geglückt, Meerwalnüsse zu züchten.

Das Aquarienhaus wurde 1959 eröffnet und war damals  eines der modernsten seiner Zeit. Doch der Zahn der Zeit nagte an ihm – genauso wie das Salzwasser und die hohe Luftfeuchtigkeit. Die Bausubstanz aus der Wiederaufbauzeit der 1950er-Jahre ist sehr schlecht. Trotz laufender, kostenintensiver Instandhaltungen ist es für Aquarien nicht mehr geeignet.

Ein neues Aquarienhaus verbessert die Tierhaltung und die Energieeffizienz durch den Einsatz neuester Technik. Der schonende Umgang mit Ressourcen ist ein Ziel, das sich der Tiergarten als wissenschaftlich geführter Vorzeigezoo auf seine Fahnen geschrieben hat.

„Wir wollen unsere Besucherinnen und Besucher in die Unterwasserwelt eintauchen lassen und ihnen zeigen, was wir drauf und dran sind, für immer zu verlieren. Damit möchten wir sie zum Umdenken und zum Handeln bewegen.“
Tiergartendirektorin Dagmar Schratter

Spendenkonto: 

Schönbrunner Tiergarten GmbH
UniCredit Bank Austria AG
AT48 1200000617521000
BIC BKAUATWW