Tiergarten Schönbrunn

Pandas bleiben in Schönbrunn

20. Dezember 2012

Die Vertragsverhandlungen sind abgeschlossen und nun ist es fix: Das Panda-Pärchen bleibt im Tiergarten Schönbrunn. Im März 2003 sind Yang Yang und Long Hui nach intensiven Verhandlungen aus der chinesischen Pandastation Wolong nach Wien übersiedelt. Kommenden März endet der zehnjährige Leihvertrag. Der Tiergarten und die China Wildlife Conservation Association konnten sich aber auf einen neuen Vertrag für die nächsten zehn Jahre einigen, der in den kommenden Monaten unterzeichnet wird. „Die Haltung Großer Pandas ist der Traum vieler Zoos. Derzeit gibt es sie nur in vier Zoos in Europa und es ist für uns eine große Ehre, dass China uns die beiden Tiere weiterhin anvertraut. Die Besucher und natürlich auch die Mitarbeiter haben sie sehr ins Herz geschlossen und sie sind ein Aushängeschild für den Tiergarten", sagt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Große Pandas sind hoch bedroht. Nur noch rund 1.600 Tiere leben in den Bergwäldern im Südwesten Chinas. Das Panda-Schutzprojekt des Tiergartens steht auf mehreren Säulen. Der Zoo unterstützt den Pandaschutz nicht nur finanziell, sondern auch mit Fachwissen. Die Hoffnung für diese Tierart liegt in der Errichtung von Naturreservaten, für deren Personal der Tiergarten regelmäßig Seminare organisiert. „Die Anzahl der Reservate hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Außerdem wurden isolierte Lebensräume durch Korridore verbunden", erklärt Schratter. Gemeinsam mit anderen Institutionen betreibt der Tiergarten auch wichtige Grundlagenforschung, deren Ergebnisse den Pandas im Freiland zu Gute kommen und ihre Haltung in Menschenobhut verbessern. Ein Aspekt beim Pandaschutz ist auch die Erhaltungszucht, zu der das Schönbrunner Pandapärchen einen Beitrag geleistet hat.

Die Geburt von Fu Long im August 2007 war eine zoologische Sensation. Fu Long war das erste auf natürlichem Wege gezeugte Pandababy Europas. Journalisten stürmten den Zoo, Fotos des schwarzweißen Fellknäuels gingen um die Welt. Wie im Vertrag festgelegt, verließ Fu Long im Alter von zwei Jahren den Tiergarten und übersiedelte nach China. Doch allzu lange mussten die Panda-Fans nicht warten: Genau drei Jahre nach Fu Longs Geburt kam Fu Hu zur Welt, der mittlerweile ebenfalls in der Pandastation in Bifengxia lebt. „Große Pandas in Zoos tragen nicht zuletzt dazu bei, dass Menschen weltweit diese schützenswerte Tierart ins Herz schließen und mit persönlichem Engagement und Spenden zu ihrem Schutz und Überleben beitragen", ist Schratter überzeugt.

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    Foto: Jutta Kirchner
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    Foto: Norbert Potensky

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