Das Aquarien- und Terrarienhaus wurde 1959 eröffnet und galt damals als eines der modernsten Aquarienhäuser der Welt. Vierzig Jahre später wurde das Haus generalsaniert, seither werden die Anlagen praktisch permanent überarbeitet und technisch auf den neuesten Stand gebracht.
Der Krokopavillon - hier lebt der älteste Zoobewohner! Das Haus wird durch den „Krokopavillon" betreten und wieder verlassen. Zentraler Blickfang ist ein riesiges Aqua-Terrarium mit tropischer Uferlandschaft, in dem Beulenkrokodile leben. Die Glasflächen bieten von mehreren Seiten Einblick, die Krokodile können auch unter Wasser beobachtet werden. Direkt an die Anlage grenzt das Innengehege der Riesenschildkröten. Eine unserer Schildkröten ist übrigens der älteste Zoobewohner: „Schurli" lebt seit 1953 bei uns und ist über 100 Jahre alt.
Das Aquarienhaus
Bestaunen Sie den größten Lurch,... Beim Betreten des Aquarienhauses stößt man zuerst auf sechs Aquarien, in denen Lurche leben, darunter Raritäten, wie der größte Lurch der Welt, der Chinesische Riesensalamander, der eine Länge von 180 cm erreichen kann. In einem Aquarium in der Mitte des Besucherraumes leben die Pfeilschwanzkrebse. Sie werden auch als lebende Fossilien bezeichnet, da ihre Vorfahren vor 80 Mio. Jahren schon genauso ausgesehen haben wie sie.
... den artenreichsten Lebensraum... Das größte Salzwasserbecken, ein 80.000 Liter Aquarium, in dem ein gewaltiges lebendes Korallenriff und hunderte bunte Fische aus dem Indopazifik bestaunt werden können, vermittelt einen anschaulichen Eindruck vom artenreichsten Lebensraum der Erde. Unsere beliebtesten Meeresfische, die anmutigen Seepferdchen, fühlen sich in ihrem neuen Aquarium neben dem Riff so wohl, dass es regelmäßig Nachwuchs gibt. In einem speziellen Strömungsaquarium werden Quallen gezeigt, deren Haltung in Zoos als besonders aufwendig gilt. Die transparenten Nesseltiere wirken sehr ästhetisch, wenn sie mit pumpenden Bewegungen im Wasser schweben, durch eine spezielle Spiegelkonstruktion wird der sphärische Eindruck noch verstärkt.
...und die gefährlichsten Fische! In einem langgestreckten Landschaftsaquarium mit üppiger Vegetation leben Piranhas, deren Fütterung zu den aufregenden Höhepunkten jedes Zoobesuchs zählt - auch wenn von den Fischen weniger Gefahr ausgeht, als gemeinhin angenommen. Ein riesiges Tunnelaquarium mit 130.000 Litern verbindet das Aquarien- mit dem Terrarienhaus. Das „Röhrenaquarium" bietet faszinierende Einblicke von allen Seiten, neben Welsen und Gabelbärten durchschwimmen auch Stechrochen den Tunnel über den Köpfen der Besucher.
Das Terrarienhaus
Wir haben die giftigsten Frösche... Im Terrarienhaus sind drei Schlangenarten zu sehen: Die Gelbe Anakonda, Vertreterin der Riesenschlangen und zwei hochgiftige Schlangenarten, Kobras und Tropische Klapperschlangen, können gefahrlos aus nächster Nähe betrachtet werden. Die Skorpion-Krustenechse, die einzige giftige Echse der Welt, teilt sich ihr Terrarium mit den Colorado-Kröten, deren Gift auch als halluzinogene Droge verwendet wird. Farbenprächtige Pfeilgiftfrösche - die zu den giftigsten Tieren der Welt gehören - können in ihrem Regenwald-Terrarium beobachtet und seit kurzem auch belauscht werden - das Quaken wird über Lautsprecher in den Besucherraum übertragen. Unser größtes Terrarium wird von den Nashornleguanen bewohnt. Diese karibische vom Aussterben bedrohte Leguanart kann über 1 Meter lang und 10 kg schwer werden.
... und das treueste Ehepaar! Direkt neben dem Gehege der Nashornleguane führt ein schwarzer Vorhang in den Nachtbereich. Dort können in künstlichem Mondlicht verschiedene nachtaktive Tiere wie Blumenfledermäuse, Kaiserskorpione und unser Salomonenskink-Pärchen, das schon seit 25 Jahren zusammenlebt und regelmäßig Nachwuchs zeugt, beobachtet werden.
Die Freianlagen - das bekannteste Fahrrad und die kleinste Giftschlange Durch eine verglaste Kanzel des Aquarienhauses hat man Blick auf das Gehege der roten Flamingos, deren Brutinsel sich in unmittelbarer Nähe zur Einsichtscheibe befindet. In keinem anderen Zoo kann man den Flamingos aus so geringer Entfernung bei der Aufzucht der Jungtiere zusehen. Auch im Terrarienhaus hat man durch eine verglaste Kanzel Blick nach draußen und kann hier die Freianlage der Riesenschildkröten überblicken. Ein Bachlauf entspringt unmittelbar vor der Kanzel und speist den Teich, den sich „Tom Turbo", das magische Fahrrad aus der beliebten Fernsehserie, mit den europäischen Sumpfschildkröten teilt. Am Ufer des Teichs befinden sich seit kurzem Freilandterrarien mit heimischen Amphibien und Reptilien, die in Österreich bereits ausgestorben sind, wie die Wiesenotter, die kleinste Giftschlange Europas, oder kurz vor ihrer Ausrottung stehen.
















