Familie: Pfeilschwanzkrebse
Verbreitung: IUCN-Karte
Der Atlantische Pfeilschwanzkrebs ist ein lebendes Fossil. Er gehört zu den Schwertschwänzen. Das ist eine Tiergruppe mit weltweit vier Arten, die viel näher mit den Spinnentieren als mit den Krebsen verwandt ist. In 230 Millionen Jahren alten Versteinerungen findet man Pfeilschwänze, die genauso wie der Atlantische Pfeilschwanzkrebs aussehen. Die bis zu 70 Zentimeter langen Pfeilschwanzkrebse werden mit 9 Jahren geschlechtsreif und können ein Alter von 20 Jahren erreichen. Sie leben in küstennahen Bereichen, bis zu einer Tiefe von 200 Metern auf Sand- und Schlickböden, wo sie sich von Krebstieren, Pflanzenteilen und Aas ernähren. Bei Gefahr graben sie sich in den Sand ein. Atlantische Pfeilschwanzkrebse kommen zur Paarungszeit in die Flachwasserzonen. Weibchen legen ihr Eipaket in einer flachen Grube ab. Die Larven durchlaufen viele Häutungen bis sie wie die Eltern aussehen. Pfeilschwanzkrebse haben 9 Augen und können nur in Rückenlage schwimmen. Seevögel, Raubfische und Meeresschildkröten ernähren sich von Pfeilschwanzkrebsen. Früher waren sie so häufig, dass sie in Amerika zu Dünger verarbeitet wurden. Durch Lebensraumzerstörung ist der Atlantische Pfeilschwanzkrebs gefährdet.