Im Südamerika-Park leben Großer Ameisenbär, Wasserschwein, Tapir, Seriema, Nandu und Waldstorch in einer tierischen Wohngemeinschaft. Der im Juni 2010 eröffnete Südamerika-Park ist ein weiterer Baustein einer Gesamtkonzeption, die der Tiergarten Schönbrunn seit fast 20 Jahren konsequent weiterentwickelt: Gemeinsame Lebensräume für Arten zu schaffen, die geografisch, klimatisch und ökologisch auf unserer Erde zusammen leben. Damit schaffen wir nicht nur Synergien in der Gestaltung artgerechter und möglichst naturnaher Gehege, sondern bieten den Besuchern eine Erlebniswelt, die Aufmerksamkeit erzielt. Und genau das möchten wir im Sinne unserer Mission für das Überleben der Arten erreichen. Denn mehr Aufmerksamkeit ermöglicht mehr Aufklärung und Wissen, was letztlich auch zu mehr Bereitschaft führt, sich für den Tier- und Artenschutz einzusetzen.
Der Park kann sich sehen lassen: Allein das Freigehege misst über 3.000 m², zählt man die Gebäude hinzu, sind es 3.500 m². Das „Freiland" ist landschaftlich einer Pampa nachempfunden. Durchzogen von Hügeln, Bächen und Teichen kommen alle Tiere auf ihre Rechnung. Die besonders bewegungsfreudigen allein schon durch den lang gestreckten Grundriss, der auch für die Besucher viele Perspektiven bietet. An den Parkrändern befinden sich zwei Tierhäuser: Östlich das Haupthaus, das für die Besucher offen steht und als Winterquartier dient. Nur die Vikunjas und Nandus benötigen keine beheizten Innenräumlichkeiten, da sie mit unserem Klima bestens zurechtkommen. Für sie ist nur ein Unterstand und Wetterschutz vorgesehen. Ein Highlight in diesem Haus ist ein einsehbarer, nachgebauter Termitenhügel, aus dem der Ameisenbär mit seiner lange Zunge vor den Augen der Besucher seinen Futterbrei lecken wird. Von einer Tribüne am Dach des zweiten Hauses können die Besucher einen wunderbaren Ausblick auf das „Robben-Freibad" und den Südamerika-Park genießen.















