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Auf mehr als tausend Quadratmeter - das entspricht der Fläche von
vier Tennisplätzen - wird einer der artenreichsten Lebensräume
der Erde für jedermann authentisch erlebbar: die Regenwälder
der Insel Kalimantan (Borneo).
Im Eingangsbereich des neuen Regenwaldhauses trifft
der Besucher auf Mangrovensümpfe und Reisterrassen, weiter oben gelangt
er in den Kronenbereich der Urwaldbäume, der sich draußen in
der Natur in nahezu unerreichbarer Höhe von dreißig Metern
befindet.
Der Wiener Regenwald entspricht bis ins Detail den
biologischen und klimatischen Bedingungen in den Regenwäldern Borneos.
Mehr als 300 Pflanzenarten, darunter besonders farbenprächtige Orchideen
sorgen für wahrhaftige Dschungelstimmung.
Der Mangrovensumpf
Im großen Aquarium der Eingangshalle spucken Schützenfische
gezielt nach Insekten. Gleich nebenan leben Wasserschildkröten, Zwergotter
und "landgängige" Fische - die sogenannten Schlammspringer.
Die Tropfsteinhöhle
Neben dem Panoramalift, der das Regenwaldhaus auch für Kinderwägen
und Rollstuhlfahrer in beiden Ebenen passierbar macht, liegt der Eingang
zur Tropfsteinhöhle. Hier wird der Tag zur Nacht: Im bläulichen
Licht flattern Flughunde über die Köpfe der Besucher.
Riesenschlangen am großen Urwaldbaum
In Terrarien rund um einen gewaltigen, hohlen Urwaldbaumstamm leben handtellergroße
Gespenstschrecken, Tigerpythons und ein großer rot- blau gepunkteter
Gecko.
In den Baumwipfeln
Ein Abenteuerpfad führt hinauf in die Berge und in die Kronenregion
der Bäume. Dort lebt eine bunte Schar von Urwaldvögeln: Weissbauch-Schwalbenstare,
Elfenblauvögel, Prachttauben, Frühlingstauben, Schama-Drosseln
und andere mehr.
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Sir Peter Ustinov und Dir. Pechlaner im Regenwaldhaus
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Tropische Gewitter
Durch die Wegeführung und die hautnah spürbaren Sinneseindrücke,
wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Licht und gezielte akustische Effekte,
wird der intensive Eindruck eines Spaziergangs im Regenwald erreicht.
Das Highlight: Tropische Gewitter, die durch heftigen Regen aus zahlreichen
versteckten Düsen, sowei Blitz, Donner und Nebel lebensecht simuliert
werden.
Schutz und Vielfalt auf Screens und Tafeln
Vierzehn Touchscreen Displays ermöglichen einen virtuellen Spaziergang
durch das Ökosystem. Im Ausstellungs- und Informationszentrum kann
man sich über Schutzprojekte von Greenpeace, dem WWF, dem Verein
"Regenwald der Österreicher", über die Orang Utan-Station
Wanariset in Borneo und vieles mehr informieren. Die Themen "Wettermacher
Tropenwald" und "Schatzkammer Regenwald" (mit einer interaktiven
Duftstation "Düfte aus dem Regenwald") ergänzen das
Bildungsangebot.
Besucherservice
Eine Saftbar mit exotischen PAGO-Fruchtgetränken und ein Trinkwasserbrunnen
bieten dem Schönbrunner Regenwaldreisenden Labung.
Haustechnik & Kosten
Eine Glasdachheizung, Wand- und Fußbodenheizung sowie Erdreichheizung
garantieren eine ganzjährige Mindesttemperatur von 25° Celsius
bei ungefähr 80 % Luftfeuchtigkeit.
Die Gesamtkosten des Projekts liegen bei ca. 14 Millionen Euro. Sie wurden
aus dem Budget des Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit bestritten.
Darin enthalten sind auch die neuen Anlagen für die Humboldtpinguine
(eröffnet im Juni 2001), die Brillenbären und die Nasenbären
(eröffnet im April 2002) und die Anlage für die Japanischen
Seraus (Fertigstellung: Juni 2002).
Architekten
ARGE Architekten Neversal und Edelbacher & Hartmann
Mag.
Ing. Eduard Neversal
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