Känguru-Jungtiere sind Hitzefans

20. Juni 2012

Die Parmakängurus im Tiergarten Schönbrunn genießen die sommerlich heißen Temperaturen. Kein Wunder, sind diese Beuteltiere doch in Australien heimisch. Bei ihren ersten Sprungversuchen sind derzeit auch zwei Jungtiere zu beobachten, die nach ihren kurzen Ausflügen immer wieder in den schützenden Beutel ihrer Mütter zurückkehren. Geboren wurden die beiden bereits im Dezember, allerdings bleiben Känguru-Jungtiere das erste halbe Jahr lang im Beutel der Mutter. „Nach einer extrem kurzen Tragzeit von fünf Wochen kommen sie in einem sehr frühen Entwicklungsstadium zur Welt. In den ersten Lebensstunden krabbeln die nackten, rosafarbenen Jungtiere von der Geburtsöffnung in den Beutel und saugen sich an der Zitze fest. Hier findet dann die weitere Entwicklung statt, wie bei anderen Säugetieren im Mutterleib", erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter.

Die Parmakängurus zählen zu den kleineren Vertretern der Kängurus und werden daher auch Parmawallaby genannt, was „mittelgroß" bedeutet. Sie werden rund 40 bis 50 Zentimeter groß und drei bis sechs Kilogramm schwer. Die scheuen Springer sind dämmerungs- und nachtaktiv und ernähren sich von Gräsern und Kräutern. Parmakängurus galten bereits als ausgestorben, bevor sie in den 60er Jahren auf einer Insel vor Neuseeland wiederentdeckt wurden. Seitdem werden sie in Zoos erfolgreich gezüchtet und ihr Bestand gilt wieder als gesichert.