ORANG.erie

Die Tiergarten ORANG.erie, die im Mai 2009 eröffnet wurde, ist eine denkmalpflegerische Sensation. Das erste Palmenhaus, im 19. Jahrhundert unter Kaiser Franz I. erbaut und ab 1920 als Filmatelier genützt, wurde revitalisiert und ist nun das Zuhause der Orang-Utans. Die Besucher können die Menschenaffen beobachten, wie sie im Freigehege am Klettergerüst turnen, auf Jutesäcken kuscheln oder sich von Seil zu Seil durch die Innenanlage schwingen.

Die ORANG.erie ist aber nicht nur ein Haus für Menschenaffen, sondern auch für Menschen. Mit direktem Blick auf die Affengruppe genießen die Besucherinnen und Besucher im angeschlossenen Café Atelier Nonja eine Mahlzeit und können die Füße vom Zoobesuch etwas ausruhen. Das Café zeigt eine Reihe an Werken des Orang-Utan-Weibchens Nonja, das in den 90er Jahren im Zuge eines Beschäftigungsprogrammes zu Pinsel und Farbe griff und mit ihren Bildern berühmt wurde.

Im Forscherrraum wird gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace eine Ausstellung über die gravierenden Folgen der Palmölproduktion gezeigt. Für Palmöl in Schokolade, Knabbereien und anderen Produkten werden in Indonesien tausende Hektar Regenwälder zerstört und Tiere wie Orang-Utans gefährdet. Mit Infotafeln, interaktiven Installationen und einem eindrucksvollen Kurzfilm rufen der Tiergarten und Greenpeace zum Schutz der bedrohten Menschenaffen auf.