Im Einsatz für die Ausbildung von Artenspürhunden

Unterstützung seit:2011
Ort des Einsatzes:Österreich

Dem Tierschmuggel ein Ende setzen!

Der Wert illegal gehandelter Pflanzen- und Tierarten beträgt etwa 199 Milliarden Euro pro Jahr. Der Schmuggel ist nicht nur lukrativ für schwarze Schafe, sondern erschwert vor allem den Schutz bedrohter Arten. Das Washingtoner Artenschutzabkommen (Convention on International Trade of Wild Fauna and Flora) regelt den nachhaltigen Handel der dort aufgelisteten Tier- und Pflanzenarten und deren Produkten, wie zum Beispiel Elfenbein, Kaviar, Federn oder auch Holz. Wer diese ohne Erlaubnis einführt, wird zum Schmuggler.

Maßnahmen:

Am Flughafen Wien sind zwei Artenspürhunde bei den Gepäckskontrollen des Zolls eingesetzt – eine hocheffiziente Methode im Kampf gegen den Tierschmuggel. Innerhalb kürzester Zeit kontrollieren sie große Mengen von Gepäckstücken, ohne dass diese geöffnet werden müssen.

Da Hunde einen guten Riecher haben, reichen schon geringe Duftspuren aus. Mit passivem Anzeigeverhalten – der Hund setzt sich ruhig neben das verdächtige Gepäcksstück – zeigt er an, eine mögliche Tierspur gerochen zu haben. In so einem Fall wird das Gepäcksstück im Anschluss durchleuchtet, damit die Zollbeamtinnen und -beamten wissen, was sie zu erwarten haben.

Die Artenspürhunde vom Zoll werden im Tiergarten Schönbrunn regelmäßig auf die Gerüche von Schlange, Papageiund Co. trainiert. Dabei werden frische Geruchsproben mit einem vom Hund geliebten Spielzeug in Verbindung gebracht.

Ziel:

Rund 5000 Tierarten sind im Washingtoner Artenschutzabkommen gelistet. Ziel ist es, dem internationalen Schmuggel Einhalt zu gebieten.

Tipp! Unwissenheit schützt nicht vor Strafe! Urlauberinnen und Urlauber sollten die Finger von tierischen und pflanzlichen Mitbringseln lassen. Auch wenn Verkauf und Kauf in einem anderen Land legal sein mögen, muss es der Import nach Österreich noch lange nicht sein. Lieber ein Erinnerungsfoto machen oder unbedenkliche Kunstgegenstände als Souvenir mitbringen.

So unterstützt der Tiergarten Schönbrunn das Projekt:

  • Ankauf eines Artenspürhundes für den Zoll
  • Regelmäßiges Training der Artenspürhunde im Tiergarten Schönbrunn
  • Bereitstellung frischer Geruchsproben
  • Artbestimmung bei potenziellen Schmuggelfunden
  • Im Notfall Aufnahme beschlagnahmter Tiere

Dr. Folko Balfanz, zoologischer Kurator:

„Der Schutz von bedrohten Arten ist eine der Kernaufgaben moderner Tiergärten. Wir unterstützen die Experten und Expertinnen der österreichischen Zollbehörde mit unserem Fachwissen, etwa bei Beschlagnahmen exotischer Tiere am Flughafen Wien, aber auch beim Training ihrer hochspezialisierten Spürhunde. Dafür stellen wir Federn und Schlangenhäute zur Verfügung oder ermöglichen das Training mit Geruchsproben lebender Tiere direkt hier bei uns im Tiergarten Schönbrunn.“

Projektpartner:BMF, Zolldiensthundestaffel