Faultier-Nachwuchs

31. Januar 2019

Rund 14 Stunden am Tag dösen die beiden Faultiere Alberta und Einstein im Tiergarten Schönbrunn vor sich hin. Die verbleibende Zeit nützen sie sichtlich auch für „Liebesangelegenheiten“. Denn am 21. Jänner hat ihr bereits neuntes Jungtier das Licht der Welt erblickt. „In den ersten Tagen ist das Kleine sehr schwer zu sehen. Es klammert sich im kuscheligen Fell am Bauch seiner Mutter fest und ist dabei gut versteckt. Es wird aber mit jedem Tag größer. Ein Besuch bei der Faultierfamilie im Vogelhaus lohnt sich daher auf jeden Fall“, erklärt Tiergartendirektorin Dagmar Schratter. Das Jungtier ist schon geschätzte 20 Zentimeter groß. Da es auf seiner Mutter wie in einer Hängematte liegt, konnten die Tierpfleger sein Geschlecht noch nicht erkennen.

Alberta ist eine erfahrene und fürsorgliche Mutter. Sie säugt ihr Jungtier und zeigt ihm auch bereits, wie man Salat knabbert. Zweifingerfaultiere sind in den Regenwäldern Südamerikas heimisch. Ihre Nahrung besteht hauptsächlich aus Blättern, aber auch aus Knospen und Früchten. Die pflanzliche Kost liefert wenig Energie, durch ihre gemächliche Lebensweise verbrauchen sie aber nicht viel. Schratter: „Faultiere verbringen ihr Leben kopfüber in den Bäumen hängend. Die langen, gebogenen Krallen geben ihnen in den Ästen Halt. Erst im Alter von etwa einem Jahr wird auch das Jungtier anfangen, allein auf einem Ast zu hängen.“ Hinunter auf den Boden klettern Faultiere nur, um auf einen anderen Baum zu gelangen und um „ihr Geschäft“ zu verrichten.