Die neue Tiergarten ORANG.erie - Ungewohnt? Und wie bewohnt? (abgeschlossen)

Der Umzug der Orang-Utan Gruppe vom alten Affenhaus in die neue Tiergarten Orang.erie, sowie die Vergrößerung der ursprünglichen Orang-Utan Gruppe durch zwei Weibchen war Ausgangspunkt dieser Studie. Sie untersucht, wie der Umzug in ein größeres Gehege das Verhalten der Orang-Utans generell und untereinander verändert.

Mittels Scan-Sampling mit einem Intervall von zwei Minuten werden die Raumnutzung des Geheges und die Nähe der Tiere zueinander aufgenommen. Mittels Behaviour-Sampling werden alle sozialen Interaktionen zwischen Nonja, Vladimir, Sol und Mota, sowie zwischen den Besuchern und den Orang-Utans, dokumentiert.

Einerseits ist zu erwarten, dass die Tiere den Raum des neuen Geheges vermehrt durch ein größeres Raumangebot in Anspruch nehmen werden. Dabei wird die körperliche Nähe voraussichtlich beeinflusst werden, da den vier Tieren mehr Raum zur Verfügung steht und sie diesen wahrscheinlich auch benutzen werden. Andererseits besteht die Erwartung, dass die Interaktionen zwischen Nonja und den Besuchern durch die neue Anlage verändert werden, weil den Tieren im neuen Gehege mehr Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung stehen und den Besuchern ein anderer Zugang zu den Tieren ermöglicht wird.

Diplomarbeit: Veränderung der Raumnutzung, körperlichen Nähe und sozialen Interaktion durch den Umzug in ein neues Gehege und die Introduktion eines neuen Weibchens bei den Orang-Utans im Tiergarten Schönbrunn

Durchgeführt von Catarina Güttner

Betreuer: Prof. Dr. Helmut Kratochvil, Department for Evolutionary Biology, University of Vienna